Handy im Kinderalltag

Ca. jedes 2. Kind im Alter von sechs und 13 Jahren besitzt mittlerweile ein Handy, in der Altersgruppe bis 19 Jahre ist die Anzahl der Handybesitzer fast schon flächendeckend. Schon lange haben die Handyhersteller erkannt, dass auch jüngere Kinder potenzielle Kunden sind und natürlich wurde hierauf reagiert. Verschiedene Handyanbieter werben mit speziellen Kinder-Handys und auch mit speziellen Tarifen für die „Kleinen“. Die Eltern und auch die Kinder werden mit den folgenden Schlagworten gelockt: volle Kostenkontrolle, telefonische Verfügbarkeit des Nachwuchses sowie spezielle Ortungsdienste. Die Kinderhandys werden so dargestellt, dass Kinder die ein solches besitzen sicherer leben.

Bei Vertragshandys für Kinder ist in der Regel keine volle Kostenkontrolle möglich, es sein denn es wird ein maximaler Betrag vereinbart. Bei Prepaid Handys sieht das Ganze schon anders aus, bei den Prepaid-Karten haben die Eltern eine Kostenkontrolle, denn die Kinder können nur im Rahmen des aufgeladenen Guthabens Gespräche führen bzw. Nachrichten schreiben. Grundsätzlich ist die Idee einem Kind ein Handy zu geben nicht verkehrt, denn in Notsituationen kann das Kind seine Eltern direkt anrufen. Die Kinderhandys sind in der Regel auch so konzipiert dass diese eine spezielle Notruftaste haben, dass sie keinen WAP-Browser haben, es gibt in der Regel auch keine Kamera und die Möglichkeit MMS zu verschicken besteht auch nicht. Desweiteren sind Sondernummern, Auslandsgespräche fast immer gesperrt. Sollten Eltern sich für ein Kinderhandy entscheiden, so sollten sie darauf achten, dass dieses Handy nicht die Gesundheit gefährdet. In einem Test von „Computer Bild“ enthielten vier von zehn getesteten Kinderhandys gesundheitsgefährdende Weichmacher und ein Exemplar überstieg auch den EU-weiten Strahlungswert.